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Wiederkäuer

1. Milchvieh

Fütterungsversuche mit Leinsaat haben folgende Vorteile gezeigt:

  • höhere Milchleistung
  • geringerer Gewichtsverlust nach dem Kalben
  • bessere Fruchtbarkeit
  • kleineres Azidoserisiko
  • diätetische Verbesserung der tierischen Fette
  • bessere Milchzusammensetzung ( ins besonderes bei Ziegenmilch)

Die Tugenden der mehrfach ungesättigten Fettsäuren

 Mit Wundern hat dies nichts zu tun: Die guten Resultate sind ganz einfach auf den Einfluss der mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 auf den Pansen zurückzuführen. Die Verdrängung der Protozoen bewirkt eine Reduktion der Ammoniak- und Methangasproduktion. Dadurch werden die Protein- und Energieverluste kleiner, was in einer Senkung des Milchharnstoffgehaltes zum Ausdruck kommt.

Weitere bewiesene Wirkung: Die Abbaurate der organischen Substanz steigt, das heisst das Raufutter wird besser verwertet. Weiter bewirken die Fettsäuren vom Typ Omega 3 auch eine bessere Fruchtbarkeit, indem sie die Synthese von Progesteron (Sexualhormon) beeinflussen. Ebenso begünstigen sie die Produktion von C2 (Essigsäure) zulasten von C3 (Propionsäure). Resultat: Der pH-Wert im Pansen bleibt im optimalen Bereich und die Hochleistungskühe vertragen höhere Kraftfuttergaben. Und schliesslich verbessert sich auch der diätetische Wert der tierischen Fette für die Konsumenten.

Im Gegensatz zu anderen Futtern werden die Leinsaat extrudiert. Darauf resultieren folgende Vorteile:

  •  natürlicher Schutz der Proteine (mehr APDF)
  •  Zerstörung der antinutritiven Faktoren (Peroxyd und Cyanogene)
  •  Freisetzung der Öle (bessere Energiewirkung)
  •  Schutz der natürlichen Antioxydantien (Lignane)

Der Einsatz der Futter bewirkt keine Erhöhung der Kosten pro kg Milch. Im Gegenteil: Die bessere Persistenz der Milchleistung, die verbesserte Fruchtbarkeit und der bessere Körperzustand bringen dem Milchviehhalter einen Mehrgewinn

2. Käsequalität

Im Winter ist der Teig von Käse in vielen Betrieben fester, fehlerhaft weiss oder kürzer als im Sommer. Dieser Mangel ist oft begleitert von ungenügender Lagerfähigkeit.

Mit der Zufütterung Leinsamen unbehandelt und extrudiert verbesserte sich die Milchfettzusammensetzung in technologischer Hinsicht mit einem Ölsäure-Palmitinsäure-Verhältnis über 0,8. Auch in ernährungsphysiologischer Hinsicht tritt eine Verbesserung ein. Aus der Milch der Variante mit extrudierten Leinsamen gingen die Modellkäse mit den besten Teigeigenschaften hervor.

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Imprimante | Letztes Update : 07/03/2011

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